Schinken-Brötchen.

Waiheke Island. Eine halbe Stunden lang fahren wir auf einer Schotterstraße. Vorbei an grünen Weiden und kleinen Wegen zu versteckten Buchten. Unser Ziel ist das Weingut Man-O-War. James Cook hat die Bucht vor ein paar Jahren mal gesehen und notiert, die Kauri Bäume wären tolle Masten für seine Man-Of-War-Schlachtschiffe. Heute gibt es hier fantastische Weine und Pizza und Fish‘n‘Chips. Am Strand.

Irgendwann verlassen wir das neuseeländische Sylt wieder. Mit schönen Erinnerungen im Gepäck und einem frischen Brot aus der Insel-Bäckerei. Per Fähre kehren wir zurück und fahren, von Regen begleitet, in den Norden Aucklands. Zwischen Browns Bay und Long Bay, wohnen wir die nächsten Tage in einem kleinen Cottage. Mit privatem Zugang an die Waiake Bucht. In dem Cottage hat früher der Gärtner gewohnt. Es ist wunderbar gemütlich, zur Begrüßung gibt es warmes Bananenbrot von Mandy, der Gastgeberin. Es ist unsere 21te Unterkunft in Aotearoa.

Am Donnerstag kehren wir zu Seini und Wilmason zurück. Hängen ab, kochen, schlafen aus. Telefonieren mit Fluggesellschaften, weil Flüge wieder storniert werden und mit der Polizei, weil das Auto aufgebrochen wurde. Einfach so, auf den letzten Metern. Nachts. Und weil wir einen Rucksack im Auto vergessen haben, ist plötzlich Maries Tagebuch weg, welches wir seit zwei Jahren führen, der Impfausweis und Buntstifte. Alles was weh tut und noch viel mehr. Eine kleine Belastungsprobe des Geduldsfadens. Er hält. Positive mind-Setting deluxe mit extra Soße.

Samstags fahren wir zum College-Rugby. Wie früher. Kings College, die teuerste Elite-Schule des Landes, gegen St. Peter’s, katholische Privatschule mitten in der Stadt. Das Spiel findet auf einem Platz statt, der umgeben ist von hohen Drahtzäunen. Wilmason nennt ihn „the Cage“, er habe es gehasst, hier zu spielen als Schüler. Es erinnert mich alles sehr an früher. Die väterlichen Maori-Gestalten am Spielfeldrand und die Schinken-Brötchen am Kiosk. Kings gewinnt 21:0.

Scheinbar sind die letzten Tage in Neuseeland gezählt. An einem der letzten Abenden sitzen wir mit Debbie zusammen, Neuseelands „Woman of influence“ 2019. Eine harte Nuss, die man lieber auf seiner Seite hat. Sie schwärmt von den pazifischen Inseln und sagt, sollten wir wiederkommen, dann hat sie dort sicher einen Job für uns.

Auf dein Wort, Debbie…

Veröffentlicht von Phi

Tüddelbüddel

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