Tabula rasa.

Die letzten Tage in Yangon und Bangkok waren immer unsere „Puffertage“ – damit wir Reisetage schieben können, falls jemand krank wird, damit wir Wäsche waschen können, Kinderkram wie Windeln einkaufen können und Dinge erledigen, die wir nicht geschafft haben. Solche Tage ziehen sich dann schnell wie Kaugummi – gerade wenn man Wäsche waschen muss und„Tabula rasa.“ weiterlesen

Zoo.

Mingalabar, sagt der Mann, der sich als unser Kapitän vorstellt. Es ist kein Zauberspruch sondern heißt „hallo“ auf Burmesisch. Es klingt aber wunderschön und wir haben es in den vergangenen Wochen so oft gehört wie gesagt. Er heißt Myint Oo. Oo strahlt Ruhe aus, sein Longtailboot hat einen goldenen Rand und wenig später versenkt er„Zoo.“ weiterlesen

Eisvogel.

Um 06:50 geht die Sonne auf. Marie schläft noch, wir entscheiden, Sonnenaufgang mache ich alleine. Die Kälte am Morgen völlig unterschätzt, sitze ich später, schlotternd, auf dem Roller. Der Temperaturunterschied zu tagsüber ist beeindruckend. Per Google Maps suche ich die richtigen Sandwege, um einen guten Hügel zu finden. Ich bin nicht alleine. Wenig später fliegen„Eisvogel.“ weiterlesen

Staub.

Wenn uns jemand sagen würde, was haltet Ihr von einem Nachmittag auf dem Fahrrad, wären wir immer dabei. In der Sonne? Klar. Durch die Steppe? Mhm. Archäologie? Gegenfrage: Gibt es Alternativen – Pool? Welcome to beautiful Bagan. Eröffnet wurde hier im 9. Jahrhundert. Auf 40 Quadratkilometern wurden tausende Pagoden und Stupas gebaut, schwere Erdbeben und„Staub.“ weiterlesen

Stein.

Wir hätten wandern können. 4 Stunden, sagt die Dame an der Rezeption. Weil sowohl die Rotznase als auch die Sonne zu ausgeprägt erscheinen, entscheiden wir uns morgens für die Variante, die die anderen Tausend an diesem Morgen schon für die Richtige erachtet haben: Achterbahn! Erneut ist es diese typisch asiatisch-unorganisierte Organisation (zumindest, wenn man die„Stein.“ weiterlesen

Gold.

Vormittags wollen wir Tickets für den Zug nach Kyaik Hto kaufen. Von dort soll es dann nach Kin Pun Sakhan gehen, das zugehörige Dorf zum goldenen Felsen. Dazu müssen wir an den Bahnhof, der Taxifahrer spuckt seine Betelnuss-Spucke immer wieder in eine leere Plastikflasche. Das Lächeln für Marie gleicht einem Horrorfilm. Am Bahnhof erleben wird„Gold.“ weiterlesen

Wai Wai.

Wai Wai ist eine Selfmade-Woman. Stolz trägt Sie langes, pechschwarzes Haar. Sie kommt aus dem Shan-State, Nördliches Burma. No-Go-Area für Touristen. Das Militär bewacht dort die Edelsteine. Mit Edelsteinen hat Wai Wai Ihr erstes Geld verdient, ein Gästehaus aufgebaut. Hier wohnen wir in den nächsten Tagen. Oben auf dem Dach eine Terasse mit Restaurant. Wai„Wai Wai.“ weiterlesen

26. Stock.

Die Skyline von Bangkok steht vor uns, glitzert, Wolkenkratzer schauen in unser Hotelzimmer. Unter uns, im 16. Stock, betrachten wir andere Hotelgästen beim Baden im Pool. Innerhalb von 24 Stunden hat sich der Blick verändert – eben noch Meer und Palmen, jetzt Sirenen, Glas-Fassaden und Großstadtdunst. Koh Pha-ngan hat sich mit einem wunderbaren Abend verabschiedet.„26. Stock.“ weiterlesen

(H)Eike, Krissi und Andreas.

Im Schnitt braucht man irgendwas zwischen 20 und 30 Stunden, bis man aus Deutschland auf Koh Pha-ngan ist. Wenige Flüge fliegen nach Bangkok durch und selbst wenn es außerordentlich gut läuft, muss man, auf Koh Samui angekommen, die Fähre nehmen. Kräftezehrend. Klebrig-schwitzend. Hungrig. Weil es so ist, bietet Mica und Sea seinen Gästen ein großes„(H)Eike, Krissi und Andreas.“ weiterlesen

Ein Rückblick.

Jan Fedder ist gestorben. Und Karl Lagerfeld. Und Rosamunde Pilcher. Und es gibt e-Scooter seit diesem Jahr. Überall. Es gibt amüsante Videos von Ibiza. Notre-Dame brennt. Brennen tut es sowieso viel – Regenwald in Brasilien, Autoreifen in Hong Kong, Busch in Australien. Da muss sich Frau Merkel bei Nationalhymnen erstmal setzen. So vergeht das Jahr.„Ein Rückblick.“ weiterlesen

Drachen.

15 Knoten, Böen bis 18. Mica sagt, irgendwann weht die kleine schwarze Flagge vor der Villa nach Rechts. Das bedeutet: Südost-Wind. Der bringt gutes Wetter, kommt aus tropischen Lagen, bringt Sonne und perfekte Bedingungen. Wir wachen auf, Flagge weht in die richtige Richtung, parallel zur Insel. Wenn wir bis zum Nachmittag warten, ist die Flut„Drachen.“ weiterlesen

Maggie oder Malie.

So manches Klischee erfüllen Sie, wie wir sicher auch. Die Einen die Pünktlichkeit und Ihr Bier, die Anderen gesunde Küche und Gastfreundschaft. Aber das R in Marie können die Thailänder nicht aussprechen. Dafür zeigen Sie trotzdem Ihre pure Freude an Ihr und beschenken die kleine Dame mit süßen Finger-Bananen. Marie findet es toll. Was Marie„Maggie oder Malie.“ weiterlesen

Weihnachten.

Frohe Weihnachten. Das wünschen wir von ganzem Herzen. Wir haben ein paar Tannenbäume und Fest-Tafeln aus Lübeck, Hamburg, München und vom Tegernsee zugeschickt bekommen und mussten feststellen, dass das Alles sehr gemütlich und weihnachtlich aussah. Aber hierher hat es nicht gepasst. Auf Koh Phangan ist es eine Mischung aus Sonnenwärme, Palmen, Meersalz auf der Haut„Weihnachten.“ weiterlesen

Cha Cha.

Cha Cha betreibt wahrscheinlich einen der leckersten Stände auf dem Nachtmarkt Phantip. Dort haben wir zu Abend gegessen – gebratenes Huhn mit Ingwer, Kokosnuss-Suppe und Salat mit Ente. Danach sind wir mit Taschenlampe am Strand zurück gelaufen. Sternenhimmel. Wir leben in den Tag hinein. Haben Freude an den kleinen Dingen. Beobachten eine große, aber harmlose„Cha Cha.“ weiterlesen

Ban Tai.

Meer. Vom Balkon, vom Wohnzimmer, von der Küche. Überall sehen wir das Meer. Wir sind angekommen – angekommen in einer Villa eines Franzosen, der mit seiner Familie nebenan wohnt und und scheinbar weiß, wie es geht. Inselleben. Mica und seine Frau, Sea, überschwemmen uns quasi mit Gastfreundschaft und Herzlichkeit. Marie fühlt sich so wohl, dass„Ban Tai.“ weiterlesen

Südlich.

Wir warten. Warten auf den Fahrer in Bangkok. Warten auf den Zug in der Wartehalle des Bangkoker Hauptbahnhofs. Aber weil wir so viel Zeit haben, stören die „verlorenen“ Tage gar nicht. Es geht nicht mehr um Sightseeing und Abarbeiten von Listen. Es gibt noch dieses Misstrauen am System, die innere Unruhe, ob alles funktioniert, pünktlich„Südlich.“ weiterlesen

Bunt.

So langsam kommen wir rein. In den Rhythmus, in das Reisen. Gewöhnen uns an die Gerüche, das Klima, den Geschmack und die Lautstärke. Und die Hitze. Wir erleben ein sehr dörfliches Bangkok jenseits der Touristen und der Khaosan Road. Ein fürchterlicher Ort, an dem auch Marie nicht mehr gegrüßt oder angelacht wird. Vielleicht wird das„Bunt.“ weiterlesen

Stadt der Devas – Bangkok.

Wir sind angekommen. Im Lärm, in Straßen voller Autos, in der Hitze. Aber auch in bunten Farben, dem typischen Geruch Asiens, den tausenden Strassenküchen. Von allem ein bisschen zu viel, aber nur so funktioniert es wohl. Wir tasten uns langsam vor, gewöhnen uns, ruhen viel und essen noch viel zu teuer. Wir wohnen im „The„Stadt der Devas – Bangkok.“ weiterlesen

Abflug.

So. Herzlich Willkommen in unserem Tagebuch. Oder Wochenbuch. Wer weiß. Aber es wird Notizen geben. Versprochen. Und ich geh in Bangkok zum Friseur. Auch versprochen. Mit Schneeregen verabschiedet sich Oberbayern. Die letzten Tage waren voller Umarmungen, lieber Worte, Glückwünsche und Grüße. Alle Omas und Opas, Tanten und Onkel waren nochmal da, alle lieben Freunde wurden„Abflug.“ weiterlesen