Schinken-Brötchen.

Waiheke Island. Eine halbe Stunden lang fahren wir auf einer Schotterstraße. Vorbei an grünen Weiden und kleinen Wegen zu versteckten Buchten. Unser Ziel ist das Weingut Man-O-War. James Cook hat die Bucht vor ein paar Jahren mal gesehen und notiert, die Kauri Bäume wären tolle Masten für seine Man-Of-War-Schlachtschiffe. Heute gibt es hier fantastische Weine„Schinken-Brötchen.“ weiterlesen

30:20.

Auckland Blues gegen Wellington Hurricanes, seit 15 Jahren erstmals wieder ausverkauft. Zum Ankick fliegt eine Militärmaschine im Tiefflug über das Stadion, es gibt Standing-Ovations als Dank an alle systemrelevanten Arbeiter. Ich erinnere mich an Spiele vor 20 Jahren in diesem Stadion, Eden Park. Tana Umaga war damals der Kapitän der All Blacks, der besten Rugby-Mannschaft„30:20.“ weiterlesen

Mitternachtssuppe.

Es ist 1 Uhr nachts. Vor der Tür laufen die zwei Windhunde immer wieder, trippelnd auf dem Holzboden, den Flur entlang. Marie wacht wiederholt auf und auch wir finden keinen Schlaf. War es der Kaffee im italienischen Supermarkt auf dem Weg, sind es die Gedanken aus dem Gespräch mit Scott, dem Gastgeber oder die neuen„Mitternachtssuppe.“ weiterlesen

Hafensushi.

Auckland. Wir sind zurück. Im Nebel sind wir morgens aufgebrochen, nur mit einem Schnellkaffee im Bauch. Die vollen Straßen spülen uns in die Stadtmitte, ungewohnte Hektik auf vier Rädern. Wir haben einen Termin um 10 in der amerikanischen Botschaft. Hat man einmal Zeitdruck, alle Eltern kennen es, kommt es typischerweise zu einem seltenen Phänomen: genau„Hafensushi.“ weiterlesen

Kaitaki.

Der Himmel über Wellington ist hellgrau. Ein Tui im Hinterhof schimpft und gurgelt schon am Morgen, wir stellen die Klimaanlage im kleinen Wohnzimmer an, um unsere Unterkunft für die nächsten Tage zu wärmen. Der Plattenspieler will die Paolo-Conte-LP nicht spielen. Wir haben es geschafft, gestern haben wir die Nordinsel erreicht – aus 30 Tagen Südinsel„Kaitaki.“ weiterlesen

Herbst.

Nur ein paar Zeilen. Keine Schönschrift. Wir haben Christchurch verlassen. Irgendwie waren wir froh, als es weiterging. Dieses Mal in einem roten Auto, mit Handbremse im Fußraum. Der Weg führt uns an der Ostküste entlang, das Meer auf der rechten Seite. Kaikoura. Eine der großen Touristenattraktionen auf der Südinsel: 1,6km vor der Küste fällt der„Herbst.“ weiterlesen

Teppichreiskörner.

Wir sitzen am Strand auf einem großen Stück Treibholz. Marie spielt vor uns im Sand, steckt sich mit Vorliebe die kleinen Seetang-Kügelchen in den Mund. Der Sand in New Brighton ist weich, liegt in der Hand wie Mehl. Heute Nachmittag ist eine eigenartige Stimmung an der Küste, ein sonderbares Licht. Klarer Blick gen Norden, wir„Teppichreiskörner.“ weiterlesen

Noch 10.

Grauer Teppichboden ist super gegen Flecken. Gerade wenn ein Hochstuhl darauf steht, in dem Lasagne gegessen wird. Die Klimaanlage rauscht, auf der Wäscheleine sitzt ein Spatz. In das Kinderzimmer blitzt um diese Uhrzeit die Sonne durch das Rollo und wir überlegen, ob wir nicht ein bisschen netflixen am Nachmittag – wenn Marie ihren Mittagsschlaf im„Noch 10.“ weiterlesen